E-Zigaretten: Sind sie gesünder als normale Zigaretten?

Seit einiger Zeit ist die E-Zigarette in aller Munde. Sie soll gesünder sein als das Rauchen von normalen Zigaretten. Viele Studien belegen das mittlerweile auch, jedoch sollte das Rauchen nun nicht gleich als harmlos betrachtet werden.

Aufbau und Funktion der E-Zigarette

Die E-Zigarette besteht aus folgenden Bestandteilen:

  • Patrone mit der Nikotinflüssigkeit
  • Heizspirale
  • Sensoren-Prozessor-Unit
  • Akku

Die Funktion von E-Zigaretten ist eigentlich sehr einfach. Über einen Docht gelangt die Nikotinflüssigkeit aus der Patrone zur Heizspirale. Zieht man an der E-Zigarette erkennt das ein Sensor und die Heizspirale, die ihren Strom natürlich aus dem Akku erhält, wird für kurze Zeit erhitzt, sodass die Nikotinflüssigkeit auf der Heizspirale verdampft und durch das Mundstück eingeatmet werden kann.

Schädlichkeit

Wie schädlich E-Zigaretten sind kann man heute noch gar nicht sagen, da es noch keine Langzeitstudien gibt. Vor allem die zugesetzten Geschmacksstoffe, die von Käsekuchen bis hin zu Waldfrucht reichen, könnten problematisch sein. Das häufige Argument das alle zugesetzten Geschmackstoffe für Nahrungsmittel zugelassen sind sollte man selbst kritsch hinterfragen. Etwas das in meinem Magen keinen Schaden anrichtet, kann das sehr wohl in meiner Lunge tun. Unbestreitbar ist jedoch das E-Zigaretten viel gesünder sind als das Rauchen herkömmlicher Zigaretten, sagt selbst das Deutsche Zentrum für Krebsforschung. Im Tabakrauch befinden sich rund 4000 Chemikalien von denen rund 90 bewiesenermaßen krebserregend sind.

Ob man nun auch beim Einatmen von E-Zigarettendampf atemwegsreizende oder sogar krebserregende Stoffe zu sich nimmt hängt in erster Linie von der Herstellerqualität der zu verdampfenden Flüssigkeiten ab. Bei einigen Herstellern wurden schon Gifte wie Formaldehyd, Nitrosamine und Diethylenglykol gefunden die hier eigentlich nichts verloren haben.

Eine weitere Gefahr durch die zahlreichen Aromastoffe besteht darin das Jugendliche leichter an das Rauchen herangeführt werden. Ein versprochenes Erdbeeraroma verharmlost eine mögliche Nikotinsucht erheblich.

Man sollte sich auch vor Augen halten das man Nikotin inhaliert, was nichts anderes als ein Nervengift und eine Droge ist nach der man abhängig werden kann, auch wenn das Suchtpotential von reinem Nikotin geringer als vom Tabakzigarettenrauch ist.

Wie wirkt Nikotin im Körper

Nikotin setzt verschiedene Hormone im Körper frei die eine stimulierende (also „belohnende“) Wirkung auf uns haben. Zusätzlich beschleunigt es den Herzschlag und verengt die Adern, was den Blutdruck steigen lässt und das wiederum lässt uns schwitzen. Nikotin steigert auch unsere geistige Leistungsfähigkeit, jedoch nur für kurze Zeit.

Unser Körper baut Nikotin recht schnell wieder ab, sodass der Konsum von Nikotin direkt nicht schädlich ist. Auch steht Nikotin nicht auf der Liste der krebserregenden Stoffe der Weltgesundheitsorganisation, wobei es eine krebsbegünstigende Wirkung in zweierlei Hinsicht hat. Zum einen überleben unsere Zellen im Körper länger als ohne Nikotinkonsum, was die Gefahr erhöht das zu alte Zellen „im Alter“ zu Krebszellen mutieren. Und zum zweiten fördert Nikotin das Adernwachstum, was bestehenden Krebsgeschwüren den Vorteil bietet mit Nährstoffen versorgt zu werden.

Passivrauchen

Es gibt unterschiedliche Meinungen zum Thema Passivrauchen. Viele vertreten die Meinung das durch die E-Zigarette kein schädlicher Tabakrauch in die Umgebung abgegeben wird und daher das „Dampfen“ entgegen des Tabakrauchens überall erlaubt sein sollte.

Jedoch befindet sich in der Ausatemluft  auch beim E-Zigarettenrauchen noch Nikotin, wodurch das Rauchen von E-Zigaretten den selben Rauchverbotsregeln unterliegen sollte wie normale Zigaretten.

Fazit von E-Zigaretten

Ist man ein Raucher, kann man mit einem Umstieg auf E-Zigaretten sein Gesundheitsrisiko deutlich senken, jedoch sollte man auf mögliche zugesetzte Aromen verzichten um den bestmöglichen Gesundheitsnutzen aus dem Umstieg aufs „Dampfen“ zu erzielen. Zusätzlich sollte man sich die Herstellerfirma genau ansehen von denen man sich in Zukunft „bedampfen“ lassen möchte.

Die deutsch-dänische Firma XSmoke z.B. hat ihre drei Standardprodukte Original, Strong und Light vom Dänischen Technologischen Institut testen lassen. Als Ergebnis wurden nur Substanzen gefunden die auch in der Flüssigkeit enthalten sein sollten, nämlich Nikotin, Glyzerin und Polypropylenglycol. Das Testergebnis kann man auf der Webseite von XSmoke in Englischer Sprache nachlesen. Zusätzlich haben die XSmoke-Dampfer auch den Vorteil das sie wie richtige Zigaretten aussehen, sogar ein Glimmen an der Spitze wird durch eine LED simuliert. Die meisten anderen E-Zigaretten die es auf dem Markt gibt erinnern an elektronische Handwerkzeuge, die ganz sicher nur von Exzentrikern gern benutzt werden.

Jedoch sollte man nun nicht annehmen bedenkenlos mit dem Rauchen anfangen zu können.

 

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